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The Brussels Ancient Art Fair – 11th edition – 5-9/06/2013

 

Anfang Juni 2013 wird für das Sablon-Viertel in Brüssel ein bedeutender Moment sein, da es Schauplatz zweier neuer Veranstaltungen sein wird.
Zunächst wird dort die Asian Art in Brussels (AAB), die neue Messe für orientalische Kunst, stattfinden. Sie wird von ihrem Gründer, dem renommierten italienischen Antikenhändler Carlo Cristi, mit Unterstützung seiner kompetenten und engagierten Mitarbeiter geleitet.
Carlo Cristi und ich sind genau auf einer Wellenlänge, da bei unseren Messen dieselben strengen Kriterien und Qualitätsanforderungen gelten.
Unsere Aussteller werden sehr sorgfältig ausgewählt und ihre Stücke einer strengen Prüfung durch Sachverständige unterzogen, die zu den bedeutendsten Experten ihrer jeweiligen Fachrichtung zählen.
Eine akkurate Überprüfung, die vor allem auch dem Schutz der Sammler dient, ist eine Grundvoraussetzung, um bei potenziellen Käufern ein Klima des Vertrauens zu schaffen. Zudem ist sie förderlich für das Geschäft unserer Aussteller. Heutzutage kommt keine Messe, die ihren Namen auch verdient, mehr ohne sie aus.

Mit Unterstützung von zwei Freunden, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit und Werbung für die AAB und die BAAF kümmern – die Malerin Olga Polunin aus Singapur und der Pariser Journalist und Filmexperte Matthieu Wolmark, die sich beide in unserer europäischen Hauptstadt niedergelassen haben –, haben Carlo Cristi und ich uns überlegt, wie wir unseren Veranstaltungen eine zusätzliche Dimension verleihen können.
Dieser Reflexionsprozess führte schließlich Schritt für Schritt zur Schaffung des Projektes ArtConnoisseurs, das erstmals im Juni zeitgleich mit unseren Messen stattfinden wird.
Dieses Projekt wird Besuchern die Möglichkeit bieten, an hochrangigen Konferenzen zu Archäologie und orientalischer Kunst teilzunehmen. Am Rande der Messen wird ArtConnoisseurs zudem als eine Art Forum dienen, als Ort, an dem man zusammenkommt, sich austauscht, seinen künstlerischen Horizont erweitert und gleichzeitig das einzigartige Ambiente des Sablon-Viertels im Juni genießen kann. Von nun an werden an diesem Ort der Begegnung, dieser kulturellen, wissenschaftlichen und geselligen „Plattform“ jedes Jahr Ausstellungen und auch immer mehr Konferenzen stattfinden, die in Zusammenarbeit mit Sammlern und Mäzenen, Experten, Wissenschaftlern sowie Konservatoren von belgischen und ausländischen – staatlichen wie privaten Museen – organisiert werden.
Bereits in diesem Jahr haben Sie vom 6. bis 8. Juni Gelegenheit, während Ihres Besuchs in Brüssel an rund 20 öffentlich zugänglichen Konferenzen teilzunehmen.
Die Vorträge über asiatische Kunst werden dabei in den prachtvollen Räumen des Brüsseler Musikinstrumenten-Museums (Musée des Instruments de Musique – MIM) stattfinden, das als Meisterwerk des Jugendstils gilt. Die Veranstaltungen zum Thema Archäologie werden im Hôtel de Mérode, einem ehemaligen Herrenhaus der Prinzen von Mérode, abgehalten, wo auch der angesehene Cercle de Lorraine seinen Sitz hat. An dieser Stelle möchte ich dem Institut Belge des Hautes Etudes Chinoises, dem MIM, dem Cercle de Lorraine und der Region Brüssel-Hauptstadt sowie allen Mitgliedern des Ehrenkomitees meinen Dank aussprechen, die uns so viel Vertrauen entgegengebracht haben und ohne die dieses wundervolle Projekt nicht möglich gewesen wäre.
Ein ausführliches Programm der Konferenzen sowie eine Liste der Mitglieder des Ehrenkomitees finden Sie unter: www.artconnoisseurs.eu
Unser erklärtes Ziel ist es nicht nur, unsere jeweilige Fachrichtung einem breiten Publikum nahezubringen und die Meisterwerke antiker und orientalischer Kunst zu präsentieren, die Brüssel und Belgien zu bieten haben, sondern vor allem auch die Verbindungen zwischen dem Kunstmarkt und den privaten Sammlern einerseits und der Wissenschaft und den Museen andererseits zu stärken.
Die ägyptische Ausstellung, die ich letztes Jahr – in Partnerschaft mit dem Museum August Kestner in Hanover und der Antikensammlung und Sammlung Ludwig in Basel – beim Cercle de Lorraine zum zehnjährigen Bestehen der BAAF organisieren durfte, hat bereits gezeigt: Öffentliche Sammlungen verdanken ihr Bestehen oftmals großen privaten Kunstliebhabern vergangener Zeiten. Und es ist wichtig, diesen Prozess weiterzuführen.
Insbesondere in einer Zeit, in der – in Belgien wie überall – die Museen als Erste unter staatlichen Budgetkürzungen zu leiden haben, ist es von entscheidender Bedeutung, die Tradition des Mäzenatentums, der Sponsorschaft, der Langzeitleihgaben, Schenkungen und Vermächtnisse aufrechtzuerhalten.

In der Rue des Minimes 15 wird im Rahmen der BAAF die Ausstellung L’Egypte dessinée des belgischen Architekten Bruno Cassiers stattfinden, die reproduzierte Originalzeichnungen des großartigen gleichnamigen Bildbandes zeigt. Dieses bei Editions Lycaons erschienene Werk ist eine umfangreiche Sammlung, in der Zeichnungen von europäischen Ägyptenreisenden des 19. Jahrhunderts Cassiers eigenen Werken gegenübergestellt werden, bei denen oftmals dieselben Bauwerke dargestellt werden.
Leider konnte ich im Rahmen dieser einleitenden Worte nur einen sehr geringen Eindruck von der BAAF vermitteln. Doch der Erfolg dieser Messe spricht für sich, und die Treue, die uns unsere Aussteller und Besucher halten, sucht seinesgleichen.

Ein Hinweis noch zum Schluss: Verpassen Sie auf keinen Fall die BRUNEAF, die Messe für Stammeskunst, die zeitgleich mit der AAB und der BAAF stattfindet, sowie die äußerst sehenswerte Ausstellung afrikanischer Elfenbeinskulpturen, die sie dieses Jahr beherbergt.

Jacques Billen
Organisationskomitee der Brussels Ancient Art Fair (BAAF)